Darmverschluß, Bauchwasser, Aszites
Unter den gynäkologischen Tumoren ist der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) die häufigste Todesursache.
Die besondere Bösartigkeit dieser Erkrankung liegt in der frühen Absiedlung von Tumorzellen aus dem Primärtumor, die sich in der Bauchhöhle ausbreiten und an vielen Stellen des Bauchfells zu Metastasen heranwachsen.
In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung ist oft der gesamte Bauchraum von Tumorzellen befallen, was zur Entwicklung von Bauchwassersucht (Aszites) führt. Das Ovarialkarzinom wird nur selten in einem frühen Stadium entdeckt – es wächst lange Zeit unbemerkt und ohne Beschwerden zu verursachen.
Ein großer Teil der Patientinnen hat bei der Diagnosestellung bereits Metastasen in der Bauchhöhle.
Die übliche Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms ist die möglichst vollständige operative Entfernung
des Tumors, gefolgt von einer Chemotherapie. Allerdings kommt es früher oder später meist zum Krankheitsrückfall.
Das Problem ist, dass der Tumor auch widerstandsfähig – resistent – gegen die Chemotherapie wird, was die weiteren Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. Oft ist auch die Lebensqualität der Patientinnen in diesem Stadium stark eingeschränkt:
Der Aszites, die durch den Tumorbefall des Bauchfells verursachte Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle, erreicht ein Volumen von mehreren Litern und führt zu schweren körperlichen Beeinträchtigungen.
Die Patientinnen magern ab, die Atmung wird durch den Druck der Flüssigkeit auf das Zwerchfell eingeschränkt, und der Darm kann verschlossen werden (Darmverschluß). Die Aszitesflüssigkeit muss immer wieder punktiert werden, weil sie sich innerhalb von Tagen bis Wochen nachbildet.