Ergebnisse nach Peritonektomie bei peritoneal metastasiertem Ovarialcarcinom


Peritoneal metastasiertes Ovarialcarcinom

Bisher wurden in der Abteilung für chirurgische Onkologie des Krankenhaus Hammelburg 70 Patientinnen mit einem Rezidiv des Ovarialkarzinom mit diesem multimodalen Therapiekonzept behandelt. Alle Patientinnen waren zum Teil mehrfach voroperiert und bereits mit verschiedenen Chemotherapieprotokollen vorbehandelt worden. Bei einem Großteil der Patientinnen bestand die Symptomatik eines drohenden Darmverschluss.
Trotz der bestehenden Vorbelastung konnte in 81 % eine vollständige Entfernung aller sichtbaren Tumorformationen erreicht werden. Die mit diesem aggressiven Therapieverfahren, bestehend aus Operation, Hyperthermie und Chemotherapie, verbundene Komplikationsrate lag bei 14 % bei fehlender Mortalität. Die durch die gleichzeitig verabreichte Chemotherapie bedingte Nebenwirkungsrate war mit 7 % gering. Die Komplikations- und Mortalitätsraten waren dabei etwa identisch zu denen anderer internationaler Arbeitsgruppen.

Diese Daten belegen zum einen, dass in einem auf dieses Therapieverfahren spezialisierten Zentrum solch ausgedehnte Operationen in Kombination mit einer simultan verabreichten Chemotherapie mit einer akzeptablen Belastung und einem niedrigen Risiko für den Patienten durchgeführt werden können. Dabei liegt die Komplikationsrate in einem Bereich, der anderen großen Tumoroperationen entspricht. Zum anderen belegen die Daten, dass eine operative Entfernung von peritonealen Tumorformationen einen positiven Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf beim Ovarialkarzinom hat.

Überlebenskurve der Patienten mit peritoneal metastasiertem Ovarialkarzinom - Rezidiv nach multimodaler Therapie



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