Regionale Chemotherapie bei Tumorerkrankungen - Peritonealkarzinose, Behandlung von Bauchfellkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lebermetastasen, Magenkrebs, Dickdarmkrebs mittels Peritonektomie, systemischer oder regionaler Chemotherapie, Hyperthermie und Viszeralchirurgie, Multiviszeralresektionen


Rationale der regionalen Chemotherapie

Der Hintergrund einer regionalen Applikation von zytostatisch wirksamen Substanzen ist die so genannte ´Dosis - Wirkungs - Beziehung´ der Zytostatika. Dies bedeutet, dass man einen höheren Wirkungsgrad der Medikamente erzielen kann, wenn die Konzentration des Medikaments erhöht wird. Dies wurde durch die fundamentale Arbeiten von Collins et al. 1974 erstmals nachgewiesen.

Dose - Wirkungs - Verhältnis, Kerr,DJ; 2000

Bei einer Steigerung der lokalen Konzentration kommt es zu einer Steigerung der lokalen Effektivität, gemeint ist hier die erhöhte Absterberate der Tumorzellen. Gleichzeitig besitzt die regionale Anwendung der Zytostatika den Vorteil der Reduktion von Nebenwirkungen bedingt durch die höhere Absorption der Medikamente in dem infundierten Gewebe. Je höher hierbei die Absorption der Medikamente im Gewebe ist und je höher die Elimination der Stoffe aus dem Körper, desto größer ist dabei dieser Vorteil hinsichtlich einer Verminderung von Nebenwirkungen.



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© Dr. Herwart Müller, MD, FACS - D-97762 Hammelburg, Germany

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